
Shiatsu ist eine ganzheitliche Gesundheitsbildung und Förderung der Lebenskraft und wurde im letzten Jahrhundert in Japan aus alten chinesischen Körperübungspraktiken und Massagetechniken entwickelt.
Shiatsu basiert auf Erkenntnissen und dem Erfahrungsschatz der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die östliche Medizin strebt in der Behandlung des Menschen nach Einklang der menschlichen Natur mit der universellen Ordnung.
Die Grundlage der Shiatsu-Behandlungsmethode ist die Vorstellung von einer allen Lebewesen innewohnenden Lebensenergie (Ki). Shiatsu wird praktiziert, um eine Balance der Lebenskraft zu schaffen und zu erhalten.
Einen theoretischen Bezugsrahmen für die Shiatsu-Behandlung bietet insbesondere das in der TCM entwickelte Meridiansystem und das System der Fünf Wandlungsphasen. Mit Hilfe dieser Systeme gelingt es der ShiatsuPraktikerIn eine charakteristische Landkarte des Gegenübers anzufertigen, um seine Energielandschaften zu erkunden. Aus dem Verständnis über den aktuellen und auch konstitutionellen Zustand des anderen ergeben sich spezifische, auf die Eigenart der Person ausgerichtete Behandlungskonzepte.
Shiatsu wird auch als "die Kunst der achtsamen Berührung" bezeichnet. Es ist geprägt durch eine besondere innere Haltung des Respekts und der Aufmerksamkeit gegenüber den KlientInnen. Shiatsu geschieht in einer meditativen Atmosphäre, die es ermöglicht, sich und anderen mit großer Offenheit zu begegnen.
Shiatsu fördert die Wahrnehmungsfähigkeit, trägt zur Gewinnung von Entspannung und Gelassenheit bei und legt individuelle Ressourcen frei.
Shiatsu versteht sich als alternative, komplementäre Behandlungsform und ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Therapie.
Shiatsu kam aus Japan über Amerika nach Europa und wird seit über zwei Jahrzehnten in Deutschland praktiziert und unterrichtet.
Anfang der neunziger Jahre wurde die Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland e.V. als Berufsverband für ShiatsuPraktikerInnen gegründet.
Die Ausbildung zur ShiatsuPraktikerIn und die Fortbildung für Graduierte PraktikerInnen erfuhr eine eindeutige Beschreibung mit einem hohen geregelten Qualitätsstandard.